Foto: Thomas Rabsch
Jeder stirbt für sich allein
Premiere am 5. April 2025Schauspielhaus, Großes HausSchauspiel
Termine
Sa, 05.04. / 19:00 – 22:15
18:30
Die Freunde des Düsseldorfer Schauspielhauses laden ein zur Premiereneinführung mit dem Intendanten
SchauspielPremiere
nach dem Roman von Hans Fallada — in einer Fassung von Nora Schlocker und Birgit Lengers Regie: Nora Schlocker
Schauspielhaus, Großes Haus
Nur noch wenige Karten verfügbar!
So, 13.04. / 16:00 – 19:15
Schauspiel
nach dem Roman von Hans Fallada — in einer Fassung von Nora Schlocker und Birgit Lengers Regie: Nora Schlocker
Schauspielhaus, Großes Haus
Mi, 07.05. / 19:00 – 22:15
Schauspiel
nach dem Roman von Hans Fallada — in einer Fassung von Nora Schlocker und Birgit Lengers Regie: Nora Schlocker
Schauspielhaus, Großes Haus
Do, 15.05. / 19:00 – 22:15
Schauspiel
nach dem Roman von Hans Fallada — in einer Fassung von Nora Schlocker und Birgit Lengers Regie: Nora Schlocker
Schauspielhaus, Großes Haus
Di, 24.06. / 19:00 – 22:15
SchauspielFrühbucher
nach dem Roman von Hans Fallada — in einer Fassung von Nora Schlocker und Birgit Lengers Regie: Nora Schlocker
Schauspielhaus, Großes Haus
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Über das Stück
Berlin 1940. Ein Ehepaar im Prenzlauer Berg hält sich raus, Politik interessiert die beiden nicht. Hitler haben sie gewählt, weil alle das getan haben. Dann erreicht sie die Nachricht vom Tod ihres Sohnes. Er ist an der Westfront gefallen. Angesichts des persönlichen Verlusts überwinden Anna und Otto Quangel Anpassung und Angst. Sie beschließen, ein Zeichen gegen das System zu setzen, und verteilen in Treppenhäusern der Stadt handgeschriebene Botschaften. Doch im Mikrokosmos ihres Wohnhauses verraten alle alle – ob aus Habgier, Feigheit oder Gedankenlosigkeit.
Hier wohnt der Kammergerichtsrat Fromm, der die Jüdin Rosenthal versteckt, während der Denunziant Barkhausen und sein arbeitsloser Kneipenfreund und Frauenheld Enno Kluge in ihre Wohnung einbrechen. Dort werden sie von dem jungen Nazi Baldur Persicke ertappt und es kommt zum ersten Todesfall. Enno Kluge findet, nachdem sich die Postbotin Eva endgültig von ihm losgesagt hat, Unterschlupf bei der Geschäftsfrau Hete Häberle. Aber da hat ihn der Kommissar Escherich auf seiner Jagd nach dem Postkartenschreiber schon längst als Bauernopfer ins Visier genommen. Auch er steht in der SS-Hierarchie unter Druck und muss liefern.
Vom Schicksal der Quangels erfuhr Fallada aus einer Gestapo-Akte. Fasziniert vom Widerstand der kleinen Leute erschuf er ein vielschichtiges Gesellschaftspanorama. Er beschreibt mit großer Plastizität, was eine Diktatur sowohl beim Individuum als auch in der Gesellschaft anrichtet, wie Opfer zu Tätern und wieder zu Opfern werden. Wie mutig, wie erbärmlich und erbarmungswürdig sie sind – und für welchen Weg sich die nächste Generation entscheidet.
Der Widerstand, dem Hans Fallada 1946 ein Denkmal frei von Kitsch und Pathos setzt, ist kein heroischer. Der Anstand basiert nicht auf politischer Überzeugung oder einem gutem Herzen. Er kommt aus dem Willen zu ihm. Otto und Anna Quangel wachsen an ihrem Widerstand – als Menschen, als Liebespaar, als Teil der Gesellschaft. Die Inszenierung stellt genau diese Fragen: Wie gelingt es, in demokratiefeindlichen Zeiten, anständig zu bleiben? Haben wir ein Recht auf privates Glück? In welche Welt werden unsere Kinder geboren? Was können wir tun, um unsere Werte zu verteidigen? Und wie Zivilcourage trainieren – damals wie heute?
Hier wohnt der Kammergerichtsrat Fromm, der die Jüdin Rosenthal versteckt, während der Denunziant Barkhausen und sein arbeitsloser Kneipenfreund und Frauenheld Enno Kluge in ihre Wohnung einbrechen. Dort werden sie von dem jungen Nazi Baldur Persicke ertappt und es kommt zum ersten Todesfall. Enno Kluge findet, nachdem sich die Postbotin Eva endgültig von ihm losgesagt hat, Unterschlupf bei der Geschäftsfrau Hete Häberle. Aber da hat ihn der Kommissar Escherich auf seiner Jagd nach dem Postkartenschreiber schon längst als Bauernopfer ins Visier genommen. Auch er steht in der SS-Hierarchie unter Druck und muss liefern.
Vom Schicksal der Quangels erfuhr Fallada aus einer Gestapo-Akte. Fasziniert vom Widerstand der kleinen Leute erschuf er ein vielschichtiges Gesellschaftspanorama. Er beschreibt mit großer Plastizität, was eine Diktatur sowohl beim Individuum als auch in der Gesellschaft anrichtet, wie Opfer zu Tätern und wieder zu Opfern werden. Wie mutig, wie erbärmlich und erbarmungswürdig sie sind – und für welchen Weg sich die nächste Generation entscheidet.
Der Widerstand, dem Hans Fallada 1946 ein Denkmal frei von Kitsch und Pathos setzt, ist kein heroischer. Der Anstand basiert nicht auf politischer Überzeugung oder einem gutem Herzen. Er kommt aus dem Willen zu ihm. Otto und Anna Quangel wachsen an ihrem Widerstand – als Menschen, als Liebespaar, als Teil der Gesellschaft. Die Inszenierung stellt genau diese Fragen: Wie gelingt es, in demokratiefeindlichen Zeiten, anständig zu bleiben? Haben wir ein Recht auf privates Glück? In welche Welt werden unsere Kinder geboren? Was können wir tun, um unsere Werte zu verteidigen? Und wie Zivilcourage trainieren – damals wie heute?
Besetzung
Otto Quangel Florian Lange
Anna Quangel Cathleen Baumann
Frau Rosenthal, Hete Häberle Friederike Wagner
Emil Barkhausen, Karl Hergesell, Dirigent Reichardt, SS-Obergruppenführer Claudius Steffens
Kommisar Escherich, Scharfrichter Jürgen Sarkiss
Trudl Baumann, SS-Gruppenführer Blanka Winkler
Enno Kluge Ingo Tomi
Eva Kluge, Grigoleit Melanie Lüninghöner
Kammergerichtsrat Fromm, SS-Gruppenführer Rainer Philippi
Baldur Persicke Raphael Abilgaard / Adrian Geulen
Kuno Barkhausen Maxim Kirsa-Straubel / Julian Lambrozov
Jugendensemble Kassandra Giftaki, Sena Kaya, Veronika Regent, Theodor Taprogge
Regie Nora Schlocker
Bühne und Kostüm Jana Findeklee und Joki Tewes
Musik Lars Wittershagen
Licht Christian Schmidt
Dramaturgie Birgit Lengers
Dauer
3 Stunden 15 Minuten — eine Pause